Erste gedankenPlatz-Veranstaltung

Metropolregion Bremen/Oldenburg im OLantis 26. April 2006

gedankenplatzRund 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn war es klar: Der erste Themenabend des gedankenPlatzes wird im OLantis stattfinden.

Dazu wurde die obere Galerie komplett für uns abgetrennt und die Balkontüren weit geöffnet. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung waren die Podiumsteilnehmer, die Sponsoren und fördernden Mitglieder zu einem kleinen Abendessen eingeladen um sich kennen zu lernen, eine positive Grundstimmung für eine interessante Podiumsdiskussion zu erzeugen und natürlich nicht zuletzt als kleines Dankeschön für ihre Unterstützung unseres ersten Themenabends!

Ab halb acht füllten sich Galerie und Veranstaltungsraum mit unseren Gästen, über 120 durften wir begrüßen. Hier und da wurde bereits ein wenig geplaudert und nebenbei den Schwimmern zugeschaut. Pünktlich um 20:00 Uhr starteten wir die kurze Vorstellung unseres gedankenPlatzes und die Podiumsdiskussion.

Gefreut haben wir uns über die Bereitschaft unserer Referenten den Abend nicht als Plattform für ihre Einzelinteressen zu benutzen sondern sich wirklich konstruktiv mit dem Thema „Potentiale des Wirtschaftsstandortes Nordwest“ auseinander zu setzen.

Das einleitende Zitat „Die Wirtschaft besteht zur Hälfte aus Psychologie“ gestaltete den Abend. Gemeinsamer Tenor aller Referenten in Bezug auf die wirtschaftlichen Potentiale in der Region Nordwest war dann auch: Alle geplanten Vorhaben – Weiterentwicklungen zur Metropolregion Bremen/Oldenburg, Bau der A22 und des Jades-Weser-Ports – tragen wesentlich dazu bei, die positive Grundstimmung und die eigene Wahrnehmung des Nordwesten als starke, selbstbewusste Region zu prägen und voranzutreiben.

Nachfolgend einige sinngemäß wiedergegebene Statements der Podiumsteilnehmer:

Jörg Bensberg:

  • Es passiert sehr viel – auch wenn der Bürger auf der Strasse nicht wirklich klar erkennen wird, was z. B. eine A22 für ihn persönlich gebracht hat.
  • A22 – Kritische Stimmen finden Beachtung. Jedoch sollte unbedingt Kompromissbereitschaft herrschen im Sinne aller. Straßen und Wege waren bereits in der Geschichte immer „Lebensadern“, die für florierende Geschäfte in den „auf dem Weg liegenden“ Gebieten gesorgt haben.
  • Mit etwas Glück ab 2011 der erste Spatenstich für die A22.
  • Alle Aktivitäten sorgen für Aufbruchstimmung in der gesamten Region.
  • Die Region sollte an Selbstbewusstsein gewinnen denn: „“Wir sind wer. Wir trauen uns nur nicht, darüber zu reden.“
  • Die norddeutsche Bescheidenheit ablegen und selbstbewusst auftreten!
  • Die teilregionalen Machtkämpfe auf Ebene der Kommunen sind kaum noch existent. Die Teilregionen rücken zusammen. Es ist eher ein Miteinander, man versteht sich als freundschaftliche Mitbewerber.

Dietmar Schütz:

  • Oldenburg wird sich in der Metropolregion als starker Standort positionieren und sieht sich auf gleicher Augenhöhe mit Bremen
  • Die Metropolregion Bremen/Oldenburg ist die konsequente Fortführung der bisherigen teilregionalen Aktivitäten.
  • Die Metropolregion Bremen-Oldenburg und Weser-Ems auf der anderen Seite darf man nicht als Gegensatz, sondern sollte man als Ergänzung zueinander begreifen. Ohne die Bündelung unserer Kräfte mit dem Raum Bremen wird unsere Region nicht richtig aufgestellt sein.
  • Weser-Ems ist stark in den Oberzentren Wilhelmshaven mit dem Jade-Weser-Port und dem Oberzentrum Oldenburg als Universitäts- und Hochschul- sowie bedeutender Energie- und IT-Standort.

Emanuel Schiffer:

  • Eurogate ist Betreiber vieler Häfen u. a. Bremen, Hamburg und Bremerhaven. Die Verwaltung der Häfen (welche Schiffe laden wo ab und zu) läuft nach strikten Regeln der Wirtschaftlichkeit.
  • Der Hafen soll für den Tourismus förderlich sein und den Touristen als Ziel geöffnet werden. Nach dem erfolgreichen Prinzip der Meyer Werft in Papenburg sind z.B. geführte Touren und Aussichtsplattformen angedacht.
  • Der Jade-Weser-Port bedeutet mit Sicherheit einen Wachstumsschub für die Region um Wilhelmshaven, unter anderem auch durch die Ansiedlung ergänzender Unternehmungen.
  • 1000 Arbeitsplätze entstehen allein im reinen Hafenbetrieb. Erfahrungen aus den anderen Häfen haben uns gezeigt, dass mit weiteren zusätzlichen 2000 Arbeitsplätzen zu rechnen ist.

Ewald Drebing

  • Die Ernährungsbranche Oldenburg Münsterland hat sich positioniert um in der Metropolregion die Wahrnehmung zu verstärken.
  • Das Oldenburger Münsterland profitiert ebenso wie die gesamte Region von der positiven Grundstimmung und dem Ausbau der Verkehrsstrassen.
  • Nur durch Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft lassen sich konsequente Weiter- und Neuentwicklungen vorantreiben.
  • Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde die übergeleitet wurde in ein gemütliches Get-Together auf der OLantis Galerie und dem Balkon.

Bis spät am Abend herrschte reger Austausch der Gäste mit den Referenten und untereinander! Ganz nebenbei konnte noch einigen Wasserballspielern zugeschaut werden.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen, die durch ihr Erscheinen, mit Ihren Ideen und Gedanken unsere Veranstaltung bereichert haben.

Es war uns wichtig einen neutralen Raum zu bieten, um Platz für unterschiedliche, unabhängige Gedanken zu schaffen. Wir hoffen, dies ist uns gelungen.