Macht uns Essen krank?

gedankenPlatz Veranstaltung vom 24. November 2011

essen_gedankenplatzNiedersachsen ist in der Bundesrepublik Deutschland der Agrarproduzent Nr. 1, der Lebensmittelgewinnung und -verarbeitung kommt ein hoher Stellenwert zu. Damit verbunden ist die Überwachung der Nahrungsmittelqualität eine wesentliche Aufgabe der Produzenten und der kontrollierenden Behörden, wie man auch dem kürzlich veröffentlichten Verbraucherschutzbericht 2010 entnehmen kann.

Die immer wieder präsentierten Darstellungen in den Medien lassen beim Verbraucher allerdings die Frage aufkommen: „Macht uns unser Essen krank?“ Inwiefern führen Nahrungsmittelinhaltsstoffe und Ernährungsgewohnheiten zu gesundheitlichen Störungen, sogar bis hin zu Krebs, Alzheimer, Parkinson und Diabetes? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Unternehmen, die Politik aber auch den Verbraucher? Für uns ein Anlass am 24. November 2011 ins Pressehaus der NWZ einzuladen.

Unter dem Motto: „Ernährung und Gesundheit – Macht uns unser Essen krank?!“ sprachen in unserer Podiumsdiskussion nachfolgende Experten über Lebensmittelsicherheit und den Einfluss von Nahrungsmitteln auf die Gesundheit:

  • Dr.med. Thomas Ellrott – Institut für Ernährungspsychologie
  • Scott Haslett – Slow Food
  • Prof. Dr. Eberhard Haunhorst – LAVES
  • Christian Kircher – Clustermanagement Food Nordwest
  • Robert Witte – Landwirt in Südoldenburg
  • Dr. Gerd Pommer – Moderation

Dass die Lebensmittel in Deutschland sicher sind, darin waren sich eigentlich alle einig. Was allerdings die Qualität betrifft, gab es Meinungsverschiedenheiten.

Auch wurde in der anschließenden offenen Diskussion, mit den gut 100 Teilnehmern des Abends schnell klar, dass in Deutschland ist das Bewusstsein, für gutes Essen auch gut zu zahlen, nicht sehr verbreitet ist.

Ebenfalls ist es nicht leicht für den Endverbraucher Lebensmittelqualität „auf den ersten Blick“ zu bestimmen, hier sollte einiges durch Transparenz vereinfacht werden.

Bildung 2.0 – Bachelor + Master Abschlüsse und ihre Bedeutung für die Wirtschaft

Am 19.04.2010 in der „EWE-Alten Fleiwa“ am Escherweg im Oldenburger IT-Quartier

Der Boom der Bachelor- und Masterstudiengänge an deutschen Hochschulen ist ungebrochen. Bis 2010 soll die durch den „Bologna-Prozess“ ausgelöste Umstellung auf die internationalen Abschlüsse flächendeckend sein. Die neuen Studiengänge versprechen eine flexiblere Studiengestaltung und eine bessere Beschäftigungsfähigkeit ihrer Absolventen im In- und Ausland.

Werden sie diesem Anspruch gerecht? Decken sich die vermittelten Kompetenzen und Qualifikationen mit den Erwartungen der Wirtschaft? Die Studenten klagen aktuell vor allem über vollgepackte Lehrpläne, zu viele Prüfungen und permanente Anwesenheitspflicht – von Verschulung ist die Rede. Wünschen sich Unternehmen Mitarbeiter, die Tugenden mitbringen, für die im starren Korsett der neuen Studiengänge wenig Raum zu sein scheint? Kritikbereitschaft, die Fähigkeit zum selbständigen Handeln, den Willen, über die Grenzen des eigenen Fachs hinauszublicken?

Am 19. April 2010 führte der gedankenPlatz e.V. in dem schönen und gerade fertiggestellten Ambiente der „EWE-Alten Fleiwa“ am Escherweg im Oldenburger IT-Quartier eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema durch. Auf dem Podium saßen an diesem Abend:

  • Lutz Stratmann, Minister für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen
  • Prof. Dr. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University Bremen
  • Ulf Mindermann, Leiter Führungskräfteentwicklung EWE AG
  • Michael Wefers, Unternehmensberater, Vorstandsvorsitzender Universitätsgesellschaft Oldenburg
  • Moderiert wurde der Abend von Thomas Hellmold, Redakteur der NWZ.

Unsere Veranstaltung wurde einmal mehr von der Tagesaktualität eingeholt. Der eingeladene niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann hatte sein Amt zu diesem Zeitpunkt nur noch zwei Tage inne, da kurzfristig eine Kabinettsumbildung beschlossen wurde. Unser nun ehemaliger niedersächsischer Wissenschaftsminister Stratmann nahm jedoch trotz der für die Öffentlichkeit überraschenden Umbildungsmaßnahme an der Podiumsdiskussion teil und stellte sich den Fragen der Teilnehmer. Dafür bekam er von allen rund 150 Teilnehmern des gedankenPlatzes an diesem Abend einen besonders herzlichen, warmen Empfang.

Nachfolgend eine kleine Auswahl einiger sinngemäß wiedergegebener Aussagen unserer Podiumsteilnehmer:

Lutz Stratmann, Minister für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen

Rückblick: Die Wirtschaft hat Mitte der 90er Jahre den Wunsch, dass sich die Studienzeiten verkürzen und der Fokus stärker auf Methodenlehre gelegt wird. Gut 11 bis 12 Jahre später hat sich gezeigt, dass das Problem der Bachelor Master Studiengänge sich weniger an Fachhochschulen, bzw. Hochschulen abspielt sondern an den Universitäten. Hier stellt sich die Frage, wie ein Studium organisiert werden soll, dass zum Einen über einen stark wissenschaftlich/grundlagenorientiert Ausbildungsinhalt verfügt (eine Anforderung die Universitäten primär von Fachhochschulen unterscheidet) und zum Anderen zugleich praxisnah und kurz ist.

Vielleicht dies eine typisch deutsche Diskussion? Zu perfekt? Andere Länder sind in der Umsetzung viel pragmatischer vorgegangen.

Entscheidendes Stichwort: Internationalität. Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass wir uns im internationalen Wettbewerb befinden – dies gilt auch für jeden einzelnen Studenten.

Module und Studieninhalte sind teilweise noch so gestrickt, dass keine Vergleichbarkeit gegeben und damit kein fließender Übergang möglich ist.

Kritikpunkt Raphael: Es war von Anfang an möglich 8semestrige Bachelorgänge anzubieten – dennoch ist es kaum geschehen. Der Grund war ein banaler: Weil bis heute es eine breite Auffassung gibt, dass nur der Master der Abschluß ist, der etwas zählt. Das ist Quatsch. Wenn es aufgrund der Inhalte notwendig ist, sollten unbedingt 8 Semester angesetzt werden. Der Master kann dann auch bei 4 Semestern bleiben – muß nicht auf 2 Verkürzt werden.

7 oder 8 Semester durchzuführen: Diese Entscheidung ist oftmals eine Frage der Kapazitäten an den Universitäten.

Bologna war von Anfang an nicht für „umsonst“ zu haben. Bologna kostet Geld – oder führt zum Abbau von Kapazitäten.

Leuphana Universität: Durch die Fusion wurde alles neu aufgebaut – ca. 11.-12.000 Studenten gestartet – aktuell ca. 7000 Studenten. Führte zu Kritik – aber Qualität ist Maß der Dinge nicht Quantität.

Bis 2015 auf 10% des Bruttoinlandsprodukt für Bildung hochstocken.

Wir müssen uns vom quantitativen Ziel befreien 40% der Schulabschlüsse an die Studiengänge zu bekommen. Es muss nicht unser Ziel sein, jeden zum Abitur und Studium zu bekommen sondern unser Bildungssystem so durchlässig wie möglich zu machen, so dass jeder, auch Haupt- oder Realschüler, die Möglichkeit bekommt in seinem Leben zu studieren – wenn er möchte!

Vielleicht eines der wichtigsten Ziele in Deutschland in den nächsten Jahren : Wie schaffen wir es die Lehrbedingungen zu verbessern? Wissenschaftlich sind wir weltweit nach wie vor sehr gut aufgestellt. Ein Defizit haben wir in der Tat in der Lehre. Jetzt nach der Exzellenzinitative mit Fokus auf der Forschung – muss es jetzt eine Initiative geben, die ihr Augenmerk auch auf die Ausbildung legt. Nicht jeder exzellente Forscher ist auch ein exzellenter Lehrer. Es wird mit Sicherheit auch Lehrprofessuren geben die didaktische Vorkenntnisse erfordern – aktuell können sie in Deutschland ja Professor werden ohne eine didaktische Vorbildung zu haben.

Der Wechsel ins Ausland muss für Studenten leichter möglich werden, wir müssen von der Prüfungsmenge runterkommen. Ich glaube auch, dass die akademische Ausbildung in Deutschland immer auch davon geprägt wurde, dass ein Student seinen Horizont erweitern kann. Studierende müssen auch weiterhin die Möglichkeit haben, sich während des Studiums auch mit anderen Dingen beschäftigen zu können oder z. B. begleitend Philosophie zu studieren. Führungspersönlichkeiten in Deutschland sind oftmals Menschen, die sich während Ihres Studiums auch mit anderen Dingen beschäftigen konnten. Das das verloren geht macht mir Sorgen.

Ulf Mindermann, Leiter Führungskräfteentwicklung EWE AG

Wir haben die Situation, dass wir aktuell noch über zu wenig Erfahrung verfügen. Die Integration der bisher eingestellten Bachelor- und Masterstudenten ist bisher problemlos gelaufen. Auswirkungen auf die Karriereplanung der Absolventen ist noch nicht absehbar – vermutlich erst in ca. 5 Jahren zu beurteilen.

Studentische Kritik: Verschulung, keine Zeit für Praktika, keine Zeit für Auslandssemester: Dies kann ich aus meiner eigener Lehrtätigkeit bestätigen.

Aktuell „produzieren“ wir sehr einspurig ausgebildete Nachwuchsmanager – ein Problem, dass uns in ca. 10-15 Jahren erst direkt begegnen wird.

Die extreme Spezialisierung mit der wir es zu tun haben ist mehr als kontraproduktiv. Wir haben aktuell über 13.000 Studiengänge in Deutschland – dies ist sowohl für Unternehmen, als auch für Studierende unübersichtlich.

Als Unternehmen schauen wir bei Bewerbern nach der Gesamtpersönlichkeit – geprüft wird natürlich die Formalqualifikation aber gleich danach sehen wir uns die sonstigen Kompetenzen – die neben Fachkompetenzen für den Arbeitsplatz relevant sind – an.

Faktisch ist es aktuell so, dass es trotz aller Enge im Studienplan immer noch Menschen gibt, die persönliches Engagement paralell zum Studium hinbekommen.

Masterstudium berufsbegleitend? Diese Möglichkeit der Weiterentwicklung nehmen wir als Unternehmen sehr ernst. Wir betreuen diese Mitarbeiter enger und stecken mehr Personalentwicklungsressourcen hinein. Oft wird auch vom Unternehmen eine Finanzierung des Masterstudiums angeboten.

Plädoyer: Mut zur Langsamkeit um auch andere Eindrücke mitzunehmen und sich einer breiteren Ausbildung hingeben. Schließlich müssen wir bis zum Alter von 67 oder sogar 70 Jahren aktiv am Arbeitsleben teilnehmen.

Michael Wefers, Unternehmensberater, Vorstandsvorsitzender Universitätsgesellschaft Oldenburg

Ich bin sehr dafür, dass wir diese Reform durchgeführt haben. Aktuell sprechen wir ja auch über die Reform der Reformen. Wichtig ist es jetzt nachzubessern.

Nicht nur die deutsche Wirtschaft hat Anforderungen in den 90ern gestellt – auch Studenten wollten gerne frühzeitiger wissen, ob sie für das jeweilige(n) Fach/Arbeitsplatz geeignet sind und nicht erst zum Ende eines 10 semestrigen Studiums.

Wenn man eine Person als Personalverantwortlicher einstellt, gibt es seit Jahrzehnten zwei Kriterien: Kann die Person denken und was hat sie für eine Persönlichkeit.

Benötigt wird Wissen und Intelligenz – das Thema Wissen hat heute eine andere Bedeutung bekommen. Früher benötigte man gute Bücher zu Hause – wer es sich leisten konnte hatte dementsprechend Zugriff auf Wissen. Heute ist Wissen dank Suchmaschinen und Internet für alle verfügbar.

Den Fehler den wir gemacht haben ist, einen Diplomstudiengang an der Universität in sechs Semester zu pressen. Hier besteht der Nachbesserungsbedarf.

Für mich hat das Thema „Wie lange studiere ich?“ nichts mit Softskills zu tun. Engagement während des Studiums ist aussagekräftiger.

Ich möchte eine Chance der Reform betonen: Man kann heute berufsbegleitend seinen Master machen. Das war bisher zu keiner Zeit für alle Studenten so leicht, wie es heute ist.

Wir sollten uns in Deutschland darauf besinnen, dass wir eine wichtige Grundlage haben: Bildung. Bildung verbunden mit der eigenen Persönlichkeit sichert die Zukunft unseres Landes.

Prof. Dr. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University Bremen

Die Weltprobleme sind nicht mehr durch eine gute Fachausbildung zu bewältigen – es ist alles fächerübergreifend und muss auf internationaler Ebene betrachtet werden.

Das Betreuungsverhältnis an der Jacobsuniversität beträgt 1 zu 10.

Was bringt es ? In 3 Jahren bis zum Bachelor lernen die Studenten Softskills einer ganz anderen Art, weil sie in einem internationalen Schmelztiegel geformt werden.

Das Prinzip der privaten Jacobsuniversität ist natürlich nicht 1:1 übertragbar – alles hat seinen Preis.

Wir haben natürlich teilweise die Probleme nach der Reform nicht – dennoch kennen wir die aktuellen Probleme der Universitäten.

Wir hatten einfach Glück: Wir haben auf der grünen Wiese angefangen – mit jungen Professoren – und alles neu gestrickt.

Ich bin viele Jahre in Cambridge gewesen. Dort hat mich verblüfft, wieviele Themen an der Universität gar nicht gelehrt wurden, dafür aber lange Teepausen durchgeführt wurden. Um 8 Uhr morgens war noch keiner auf den Campus…dennoch – oder gerade deswegen? – hat Cambridge viele Nobelpreisträger herausgebracht. Wir müssen darauf vertrauen, dass weniger mehr sein kann, wenn man es richtig einfädelt.

Wir haben bei uns an der Universität eine spannende Korrelation: Je aktiver Studenten bei uns in Clubs sind – je mehr Sport sie treiben, Musik machen usw., desto besser werden die Noten – der Grund liegt im Austausch.

Die Studentenkneipe auf dem Campus wird erst ab 23h besucht – oftmals bleiben die Studenten bis 3h in der Kneipe – und sitzen dennoch um 8h wieder im Studium. Die Studenten haben offentlichlich Spaß dabei – daher das Engagement

Ein Kindergartenplatz kostet etwas – ein Studium nicht. Bremen spart an der falschen Stelle der Wertschöpfungskette.

Wir integrieren unsere Studenten ab dem 2 Semester ins Labor. Ergänzend dazu müssen sie 2 Semester wirtschaftliche Praxiserfahrung sammeln. Das erweitert den Horizont.

Bei uns machen nur 60% den Master im Anschluss – der Rest geht in die Wirtschaft. Von diesen 40% kommen oft 20% später zurück und machen Ihren Master nach.

Das Studium darf mich nicht davon abbringen lernbereit zu bleiben. Dass ganze Leben gibt mir die Chance dazuzulernen.

Statements und Hinweise von Studenten aus dem Publikum an das Podium in der anschließenden Diskussionsrunde

Die Reform war absolut notwendig

Ein 8semestriges Bacherlorstudium wäre gut um außeruniveritäres Engagement zu entwickeln.

Im Moment ist es eine Mogelpackung.

Statements und Hinweise von Professoren aus dem Publikum an das Podium in der anschließenden Diskussionsrunde

Ein BWL Studium ist gut machbar – auch mit einem engagierten Privatleben.

Als Hochschullehrer beneide ich natürlich die private Jacobsuniversität, diese Betreuungsverhältnisse sind natürlich traumhaft – so etwas wünscht sich jeder normale deutscher Hochschullehrer.

Ungefähr 90% unserer Bachelorabsolventen (Naturwissenschaften / Physik) gehen in den Master – nicht in den Beruf. Nach dem Master sofort einen Arbeitgeber gefunden und alle im Beschäftigungsverhältnis.

Man sollte sich nicht nur von der Wirtschaft abhängig machen, wenn man wissenschaftlicher ausbilden möchte

Das Wissen für Wissenschaftler wurde sehr radikal raus gekürzt

Um mit Humboldt zu sprechen: Freiheit der Forschung und Lehre ist momentan so nicht gegeben.

Weltwirtschaftskrise – Wie lange hält sie an?

Am 24. März 2009 in Oldenburg: Land in Sicht…

…könnte man zusammenfassend sagen, wenn man unsere gedankenPlatz-Podiumsdiskussion am 24. März 2009 verfolgt hat – was unsere gut 160 Gäste aus Wirtschaft, Finanzwesen, Wissenschaft und Poltik taten. Eingeladen hatten wir diesmal in den großen Oldenburger Schloßsaal – der ein hervorragendes Ambiente bot. Anknüpfend an unsere Veranstaltung von vor gut 1 Jahr – sie trug den Titel „Finanz- und Immobilienkrise in den USA –Auswirkungen für den Nordwesten?!“ – die damals als Fazit hatte: “ Ja – es wird eine Finanzmarktkrise geben, ob sie zu einer Wirtschaftskrise mutiert, ist noch nicht absehbar“ diskutierten unser fast identisches Experten-Podium den aktuellen Stand der Entwicklung, analysierte den Finanzmarkt und wagte Prognosen zur zukünftigen Wirtschaftsentwicklung. Auf dem Podium vertreten waren:

  • Dr. Christoph Bruns, Fondsmananger und Vorstand der LOYS AG
  • Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank
  • Carsten Klude, Chefvolkswirt der Hamburger Privatbank M.M. Warburg
  • Prof. Dr. Jörg Prokop, Juniorprofessur Finance and Banking, Universität Oldenburg

Bei Getränken und einem kleinen Imbiß blieb nach der Podiumsdiskussion wieder genügend Zeit zum Weiterdiskutieren und Knüpfen von Kontakten.

Eine detaillierte Zusammenfassung des Abends folgt in Kürze. Nur so viel sei an dieser Stelle schon gesagt: Ab Sommer 2009 erwarten die Experten eine stabilisierte Lage und sogar ein wieder eintretendes Wachstum des Marktes.

Tourismus und Wirtschaft: Chancen und Konflikte im Nordwesten

Am 4.02.2009 in Wilhelmshaven: 110 zufriedene Gäste

Die Atmosphäre war entspannt, die Diskussion intensiv: Der gedankenPlatz-Abend zum Thema „Tourismus und Wirtschaft: Chancen und Konflikte im Nordwesten“ darf als voller Erfolg verbucht werden. In der „Info-Box“ mit Blick auf den Wilhelmshavener Jade-Weser Port trafen sich 110 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Darunter Thomas Kroemer vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium, der auch an der moderierten Podiumsdiskussion teilnahm. Hier erörterten die Teilnehmer die Frage, wie der Ausbau der Tourismuszahlen und die Förderung der maritimen Wirtschaft miteinander vereinbart werden kann. Anschließend nutzten alle Gäste das „get together“ – bei leckeren Snacks – zum weiteren Gedankenaustausch.

Finanz- und Immobilienkrise in USA – Auswirkungen im Nordwesten

„Finanz- und Immobilienkrise in den USA – Auswirkungen für den Nordwesten?!“, am Donnerstag, 21. Februar 2008

finanzmarktPremiere beim gedankenPlatz: Erstmalig fand ein Veranstaltungsabend in Bremen statt. Die neue Überseestadt bot den geeigneten Rahmen für unsere hochaktuelle Podiumsdiskussion zu den Auswirkungen der amerikanischen Finanz- und Immobilienkrise auf unsere Region.

Zum Erfolg trugen wie schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen zahlreiche Helfer und Unterstützer bei. In Bremen setzten sich zusätzlich noch die Unternehmerverbände ASU und BJU für gedankenPlatz ein. Doch was ist schon ein gut geplante Veranstaltung wenn die Besucher fehlen? Daher freute es uns beonders, über 120 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Schuppen 2 am Bremer Europahafen begrüßen zu dürfen.

Teilnehmer der lebhaften und immer wieder kontroversen Diskussion unter der Moderation von Anke Genius (NDR) waren diesmal:

  • Dr. Christoph Bruns, Fondsmananger und Vorstand der LOYS AG
  • Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank
  • Prof. Dr. Rudolf Hickel, Institut für Arbeit und Wirtschaft (IAW), Universität Bremen
  • Prof. Dr. Jörg Prokop, Juniorprofessur Finance and Banking, Universität Oldenburg

Die Aussagen der Veranstaltung waren klar: Kredite werden auch im Nordwesten teurer und die Banken zögerlicher. Trotzdem war sich das Podium einig: Der Nordwesten hat dank zukunftsträchtiger Branchen wie Logistik oder Raumfahrt und dem Großprojekt Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven gute Zukunftsaussichten. Nur wenige Branche wie Holz und Baustoffe bemerken eine Nachfrageschwäche, der Autobau werde möglicherweise folgen.

Nach der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion wurde das Thema auch im Anschluss unter den Teilnehmer intensiv weiterdiskutiert. Gerade die Konsequenzen, die sich in einem mittelständischen Unternehmen aus der Krise ergeben, standen dabei im Mittelpunkt vieler Gespräche.

Nachfolgend eine kleine Auswahl einiger sinngemäß wiedergegebene Aussagen unserer Podiumsteilnehmer:

Prof. Dr. Jörg Prokop, Juniorprofessur Finance and Banking, Universität Oldenburg

  • Die Krise zeigt, dass wir in vielen Bereichen noch nicht so weit sind, wie wir eigentlich sein wollten. Mit Basel 2 sollte eigentlich der Rahmen geschaffen worden sein, der solche Verbriefungsstrukturen aufdecken soll.
  • Ende 2005 wurde von den deutschen Banken schon festgeschrieben, wie ein vernünftiges Risikomanagement und das interne Risikoreporting auszusehen hat.
  • Extreme Liquiditätsprobleme wie wir sie jetzt haben, werden in Basel 2 nicht adressiert.
  • Ergebnisse einer Umfrage bei internationalen Banken zeigen, dass die Vergabe von Krediten restriktiver geworden ist. Allerdings ist primär der Bereich der Fusion und Unternehmensübernahmen betroffen, hier verzeichnen wir eine deutliche Rücknahme der Kreditvergabe.
  • Beteiligungsgesellschaften haben im Moment ein Problem Kapital aufzutreiben.
  • Die Hausaufgaben, die wir aus dieser Finanzkrise ziehen sind: Die Produkte um die es geht, besser zu verstehen und besser zu vermitteln. Wir wußten teilweise gar nicht, wo die Risiken sind.

Prof. Dr. Rudolf Hickel, Institut für Arbeit und Wirtschaft (IAW), Universität Bremen

  • Was wir jetzt erleben ist eine globale Finanzmarktkrise.
  • Die Hedge Fonds und Finanzinvenstoren schauen nicht mehr nach der Wertschöpfung im Unternehmen sondern behandeln die Unternehmensteile als handelbare Assets.
  • Alles was Wertschöpfung ist, kommt von den Unternehmen und die Finanzmärkte müssen dem untergeordnet werden.
  • Ich war schon immer ein Kritiker des Verbriefungsgeschäftes.
  • Banken, die das reine Kundengeschäft nicht Ernst nehmen und glauben ebenso wie die Deutsche Bank 25 Prozent Eigenkapitalrendite nach Steuern zu machen, neigen dazu dramatischen Blödsinn zu betreiben. Irgendwo irgendwelche abstrusen Finanzierungsinstrument zu besorgen um auch solchen Profit zu machen.
  • Wir haben spezielle Probleme die ernst genommen werden müssen, aber keine Weltwirtschaftskrise. Das würde heißen, das wir im realen Produktionsbereich massive Einbrüche zu verzeichnen hätten. In Deutschland haben wir ein Wirtschaftswachstum von 2,5% real, wir rechnen weiterhin mit 1,5 Prozent – in diesem Rückgang spürt man zwar die Finanzkrise, jedoch ist dies keine Weltwirtschaftskrise im eigentlichen Sinne.
  • Regionale Unternehmen aus der Produktionswirtschaft, in Handel und im Dienstleistungsbereich, sind bereits von der Krise betroffen. Soweit Sie vor allem auf Kredite angewiesen sind, ist das Banken Kreditvergabeverhalten extrem restriktiver geworden. Es gibt Risikoaufschläge.
  • Gier hat es überall, schon immer, gegeben. Nur das die Gier jetzt andere Quellen bekommen hat, zum Beispiel durch Aktienoptionsgeschäfte für Manager.
  • Wir brauchen eine weltweit abgestimmte Währungspolitik.
  • Die Risikofaktoren der Finanzkrise werden uns ungefähr durchschnittlich über alle Branchen ein Prozent Wachstumsverlust kosten. Allerdings muss man alle Branchen einzeln durchgehen, Holzhandel und Automobilhandel sind sicherlich wesentliche nachhaltiger und schwerer betroffen.

Dr. Christian Bruns, Fondsmanager der Loys AG

  • Die Gefahr ist, dass die politische Führung die Krise, die zwar ernst ist, falsch begleitet.
  • Wir haben im Wesentlichen eine amerikanische Krise, die dort verschuldet wurde und auch von den Amerikanern gelöst werden muss.
  • Mal schauen, ob die Politik in unserem Land die Weitsicht und Klugheit hat sich blinden Aktionismus zu enthalten.
  • Es kommt darauf an, wie wir jetzt die Konsequenzen ziehen.
  • Ich bin ja selber Unternehmer und verwalte andere Leute Geld. Jeder der in Ruhe darüber nachdenkt erkennt natürlich auch – in der Krise liegt eine Chance.
  • Wenn man zuhört, kann man den Eindruck haben, dass wir über eine Weltwirtschaftskrise reden und deshalb etwas zornig sind, dass uns in Deutschland Dinge widerfahren, für die andere verantwortlich sind.
  • Ein Phänomen der Krise: Wir haben eine Wende in den Vereinigten Staaten. Das ausländische Institut, z. B. arabische und chinesische Investoren, einen Zutritt in den amerikanischen Wirtschaftsraum finden.
  • Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Amerikaner diese Investitionen dauerhaft tolerieren.
  • Die Amerikaner sind in eine selbstverschuldete Schwäche geraten,
  • Unternehmen und Nationen, die besonders stark in die USA exportieren, werden darunter leiden müssen, in dem Zuge zum Beispiel China.
  • Wie lange die Krise dauern wird, ist derzeit nicht absehbar.
  • Die große Frage ist, wie sieht es mit den Auftragsbüchern aus? Was in Deutschland produziert wird ist in der Welt gut angesehen. Man kauft durchaus gerne in Deutschland ein. Wir haben eine eigene Währung, die sehr geschätzt wird. Aber die letzte Messe dieser Krise ist noch nicht gelesen.
  • Die Börse reagiert noch viel schneller als die Realwirtschaft auf die Finanzkrise. Gewisse amerikanische Aktien habe ich schon lange nicht mehr so günstig gesehen. Es gibt amerikanische Unternehmen, die wird es auch in 10 Jahren noch geben. Für Anleger ist die Chance in einer Krise wie dieser also viel größer.
  • Die Zinsen werden länger niedriger bleiben, als es ohne Krise zu erwarten gewesen wäre.

Folker Hellmeyer, Chefananalyst Bremer Landesbank Bremen

  • Wir haben eine Führungskrise der Eliten bei großen internationalen Unternehmen.
  • Die Volkswirtschaftliche Verantwortung wird geopfert auf dem Altar der kurzfristigen Rediteoptimierung.
  • Die ersten Anzeichen konnte man 2004 wahrnehmen. Eine Thematisierung stieß auf Unverständnis, Solange eine Marktidee gut läuft und profitabel ist, gilt man als Spielverderber, wenn man das Geschäftsmodell kritisch hinterfragt.
  • Es wurden Ninja Kredite von amerikanischen Banken vergeben in sechsstelliger Höhe, einzig mit dem Ziel diese Kredite gleich weiterzuverkaufen.
  • Die Banken haben global zu großen Teilen versagt, weil sie einfach kurzfristige Profitabilität vor ihre volkswirtschaftliche Verantwortung gestellt haben.
  • Es ist ein Problem das viele Investmentbanken Eigenkapitalrentabilität als primäres Ziel haben und dann ist ein Kunde nur noch ein Objekt.
  • Die US-Wirtschaft ist eine Asset-Driven-Economy. Eine Wirtschaft die von der Bewertung der Vermögensgegenstände abhängig ist.
  • Die Kreditkosten sind aufgrund der Krise gestiegen und damit natürlich auch die Einstandskosten für Unternehmen, dass hat natürlich eine dämpfende Wirkung auf die Wirtschaft.
  • Die derzeitige Finanzmarktkrise ist die größte Finanzkrise nach Ende des zweiten Weltkriegs hat bereits realwirtschaftliche Folgen in den USA und bekommt globale realwirtschaftliche Folgen, die sich jetzt erst entwickeln. Es ist eine Krise, die aus dem Zentrum unseres Finanzwesen kommt – jetzt stabilisiert die Peripherie das Zentrum.
  • Der gesamte Nordwesten ist in den klassischen Wachstumsmärkten der Zukunft gut aufgestellt. Es kommt eine Eintrübung im Wachstum.
  • Die globale Finanzkrise wird uns 2008 durchgängig und bis Mitte 2009 oder noch länger beschäftigen, denn es handelt sich um Krebs im Finanzsystem und sie bekommen Krebs nicht mit Aspirin weg. Sie benötigen sehr viel Zeit um den Bereinigungsprozess durchzuführen.
  • Die Finanzkrise muss im Auge behalten werden, sie ist virulent

Astronaut Thomas Reiter beim gedankenPlatz

„Luft- und Raumfahrt – Wirtschaftsfaktor im Nordwesten?!“

raumfahrt_gedankenplatz„Aber wer wird denn gleich in die Luft gehen?“ … wir zumindest nicht: Alle der gut 200 Gäste auf unserem vierten gedankenPlatz Veranstaltungsabend blieben auf dem Boden der Tatsachen – jedoch drehten sich die Gespräche um das Thema Luft- und Raumfahrt und die Auswirkungen auf unsere nordwestdeutsche Wirtschaftsregion.

Beide Branchen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten eine starke Position in der deutschen Wirtschaft erarbeitet, so sind inzwischen mehr als 70.000 Menschen direkt beschäftigt, weitere 250.000 Menschen arbeiten in der Zulieferindustrie. Auf verschiedenen Ebenen ist eine Vielzahl von Organisationen, Firmen, Körperschaften, Institutionen und Personen in Deutschland mit der Forschung für und Durchführung von Raumfahrtaktivitäten und Weltraumforschung beschäftigt.

Aber: Welches Stück bekommt der Nordwesten vom Kuchen ab und wo liegt das Potential?

Eingeladen hatten wir daher unter dem Motto „Luft- und Raumfahrt – Wirtschaftsfaktor im Nordwesten?!“. Um diesem Thema den geeigneten Rahmen zu geben, nutzten wir einen der leerstehenden (Flugzeug)Schelter(leeren Hangar) auf dem ehemaligen Oldenburger Fliegerhorst-Gelände. Vom Tor bis zur Halle mussten unsere Gäste gut 3 Kilometer überwinden. Diese kleine Anstrengung hat sich jedoch gelohnt, denn wie immer sind unsere Podiumsgäste in der anregenden Atmosphäre aktiv in die Diskussion eingestiegen. Übereinstimmend konnte festgestellt werden: Deutschland als Hochtechnologiestandort verfügt über großes Potential in der Luft-und Raumfahrtindustrie, das nicht einfach „verschenkt“ werden sollte, sondern durch Forschung und Entwicklung weiter ausgebaut und der massiven Unterstützung und Förderung bedarf. Schlüsseltechnologien wie Satelliten- und Radartechnik sind „Weltspitze“. Der Nordwesten hat sich – im Gegensatz zum Süden Deutschlands – durch gute Strukturen und Netzwerke an die Spitze entwickelt. Doch auch hier ist der zunehmende Fachkräftemangel deutlich zu spüren. Eine verstärkte Orientierung zu und Förderung von mehr naturwissenschaftlichem Interesse und Engagement bereits bei Kindern ist dringend erforderlich.

Das Podium wurde professionell moderiert von Anke Genius, NDR und es war hochkarätig besetzt mit:

  • Thomas Reiter, Astronaut und Oberst der Luftwaffe
  • Dr. Fritz Merkle, CTO, OHB Systems
  • MdB Thomas Kossendey, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung
  • Georg Morawitz, Mitglied der Geschäftsführung der Rheinmetall Defence Electronics

Nachfolgend einige richtungsweisende Aussagen der Podiumsteilnehmer:

Kossendey:

Ab Januar 2008 wird der Fliegerhorst in das allgemeine Grundvermögen des Bundes übergehen. 2/3 des Grundstücks gehört zur Stadt Oldenburg, 1/3 gehört zum Landkreis Ammerland.

Unterstützung vom Land und vom Bund für die deutschen Airbuswerke? Ob sich das Land oder der Bund aktiv in den Verkauf der Airbuswerke einschaltet, wird sich im Laufe des Verfahrens herausstellen.

Kerntechnologien sollten unbedingt am Standort Deutschland gehalten werden.

Für die Jahre 2008 bis 2013 werden wir 150 Millionen Euro mehr für die Luftfahrtforschung ausgeben werden, um vor allem den Übergang von dem Metall- ins Kunststoffzeitalter zu schaffen. Insbesondere Forschungsvorhaben in diesem Bereich werden gefördert.

Wenn wir über Luft- und Raumfahrt reden, dann sollten wir nicht nur die großen Unternehmen nennen, sondern auch die vielen kleinen und mittelständischen Betriebe. Die Politik wäre schlecht beraten, wenn Sie nur auf die „Großen“ setzen würde, denn wenn ein „Großer“ Husten bekommt, bekommen viele „Kleine“ in Folge dessen eine Lungenentzündung. Deswegen ist es viel klüger auf viele kleine und mittelständische Unternehmen zu setzen und dabei die großen Betriebe nicht zu vernachlässigen.

Wir brauchen dringend das Engagement in den Schulen und bei den Jugendlichen, um Interesse an den Naturwissenschaften zu wecken. Es liegt nicht allein bei den Universitäten, denn die Entscheidung, wer später was studiert, fällt ja häufig schon viel früher. So ist die Frage, wer kommt aus der Universität raus, schon fast zweitrangig gegenüber der Frage, wer wählt überhaupt ein naturwissenschaftliches Fach.

Reiter:

Man bekommt im All eine Menge des aktuellen Tagesgeschehens mit. Wir wurden täglich mit vielen Zeitungen und Schlagzeilen versorgt. Mit Blick vom All auf die Erde bekommen Schlagzeilen auch plötzlich eine ganz andere Bedeutung – und nicht unbedingt eine geringere!

Faszinierend, welche Forschung und Entwicklung hier am Standort (Oldenburg?) stattfindet. Institute sind Kristallisationskerne für neue Technologien, die wiederum zu Innovationen führen.

Im Deutschen Luft- und Raumfahrtinstitut (DLR) Bremen sind gegenwärtig 40 Mitarbeiter beschäftigt, es soll aber noch wachsen auf gesamt gut 120 Mitarbeiter. Das Institut konzentriert sich auf den Bereich Systemanalyse in insgesamt acht Organisationseinheiten, z. B. Transportsysteme in der Raumfahrt.

Ich bin der Überzeugung, die Zukunft unseres Landes hängt von Hochtechnologien ab. Raumfahrt spielt dabei eine zentrale Rolle.

Amerika wendet enorme Mittel für Luft- und Raumfahrt an. In Anbetracht der geringen deutschen Mittel haben wir es tatsächlich geschafft in einigen Schlüsselbereichen Weltspitze zu sein. Einer dieser Bereiche ist zum Beispiel die Radartechnik.

Wir werden in der Raumfahrt ernst genommen, auch von Amerika. Mit Russland haben Kooperationen bisher in Forschungsprojekten und weniger in industriellen Projekten stattgefunden.

Die Zahl der Studenten und Studentinnen, die sich für naturwissenschaftliche Fächer entscheiden, ist verschwindend gering. Unsere Jugend muss für diese Themen interessiert werden – hier ist noch einiges zu tun. Begeisterung und Neugier für all diese Themenbereiche zu wecken, um auch zukünftig Hightech zu entwickeln.

Deutschland ist ein Land mit guten Ideen. Leider ist es eine deutsche Eigenschaft Dinge zu entwickeln, die wir dann anschließend aber nicht selbst umsetzen.

„Ich habe geschüttelt wie ein Hirsch…“ (bei der Experimentvorgabe, das Verhalten von Wasser mit Öl im schwerelosen Raum zu testen)

Merkle:

Die Bundeswehr hat fünf Aufklärungssatelliten bei OHB in Auftrag gegeben. Drei sind schon in Betrieb genommen und werden von der Bundeswehr für die Aufklärung genutzt. Zwei folgen noch.

OHB war ein kleiner Handwerksbetrieb mit fünf Mann – in den letzten 25 Jahren ist daraus ein Unternehmen entstanden, das in Bremen 300 Mitarbeiter beschäftigt und deutschlandweit über 1.200 Mitarbeiter hat. Die OHB Firmengruppe ist damit zum drittgrößten europäischen Raumfahrthersteller geworden.

OHB ist zu 70% an MT Aerospace beteiligt. Die OHB Technology als Holding ist am Bieterverfahren um die Airbuswerke in Nordenham und Varel beteiligt. Nach unserer Kenntnis sind wir momentan der einzige deutsche Bieter. Auf Details kann ich nicht eingehen. Mit EADS ist vereinbart worden, dass über das Bieterverfahren Stillschweigen gewahrt wird.

Es zeigt sich, dass es einen gewissen Wettbewerb um die besten Mitarbeiter gibt – wir suchen ständig qualifizierte Raumfahrt- und Elektroingenieure, Maschinenbauer und Informatiker.

Bremen ist im Moment der Raumfahrtstandort in Deutschland, der wächst und hat sich zu dem wichtigsten Raumfahrtstandort in Deutschland entwickelt, vor allem im Bereich Raumfahrtsysteme. Das DLR Institut ist eine ideale Ergänzung zur schon vorhandenen Industrie und füllt eine Lücke.

Wir müssen aufpassen, dass wir an den Entwicklungen, am KnowHow und an den Systemen dran bleiben – nur dann werden wir auch langfristig Fertigungsstätten hier halten können.

Diese Region hat beste Voraussetzungen sich weiterzuentwickeln. Die Konzepte, die Infrastruktur und die Netzwerke sind vorhanden.

Im Norden geht der Daumen nach oben – im Süden nach unten. Die Chancen für diesen Aufwärtstrend müssen weiter genutzt werden. Wir müssen tatkräftig dabeibleiben und dürfen uns nicht auf den Zwischenlorbeeren ausruhen.

Morawitz:

Oldenburg und Bremen haben hohe Kompetenz im hochtechnologischen Luftfahrtbereich.

Wir beschäftigen uns mit Hochtechnologie und Systemtechnik. Über 400 Ingenieure sind beschäftigt, z. B. im Bereich Simulation.

Es gibt Chancen für den Standort weiterhin stark über Netzwerke zu arbeiten. Wichtig ist, dass es eine entsprechende Unterstützung durch die Politik gibt.

Die Luftfahrt sollte eine ähnliche monetäre Unterstützung erfahren wie die Raumfahrt.

Es ist dringend notwendig, dass die Politik nicht nur die Raumfahrt, sondern auch die Luftfahrtindustrie mit entsprechenden Forschungsgeldern ausstattet.

Staatliche Gelder sollten nicht nur an Generalunternehmer fliessen. Die Politik sollte dafür sorgen, dass viele kleine und mittlere Unternehmen ebenfalls Empfänger der staatlichen Gelder werden.

Get-Together

Im Anschluß an die rege Podiumsdiskussion ging der Abend über in ein gemütliches Get-Together. In der rustikalen Atmosphäre des Schelters, bei wärmender Suppe und kühlen Getränken, herrschte noch bis in den späten Abend hinein reger Austausch unter den Gästen und Referenten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Gästen und unseren prominenten Podiumsteilnehmern, die durch ihr Erscheinen, ihre Beiträge, ihre Ideen und Gedanken unsere Veranstaltung bereichert haben!

Nicht weniger herzlich bedanken wir uns bei unseren Sponsoren und fördernden Mitgliedern. Ohne Ihre finanzielle Unterstützung wäre es uns sicher nicht möglich gewesen, diesen Abend kostenfrei für die Teilnehmer zu gestalten. Vielen Dank!

 

Zukunft (Einzel-)Handel?

Am 15.05.2007 bei Bruns Herrenmoden Oldenburg

Dritte große Veranstaltung mit 100 Besuchern

gedankenplatz einzelhandel_brunsDer dritte gedankenPlatz Abend stand mit seinem Motto „Zukunft (Einzel-)Handel“ ganz im Zeichen des Konsumrausches. Die Innenstädte haben in den letzten Jahrzehnten viel ihrer ursprünglichen Vielfalt verloren. Die fortgesetzte Abwanderung von Einzelhandels-, Dienstleistungsbetrieben und Freizeiteinrichtungen „auf die grüne Wiese“ hat zu einer Situation geführt, die inzwischen von vielen als bedrohlich empfunden wird. Aber auch die Aspekte des häufig als einfach empfunden Online (Versand-)Handels und nicht zuletzt die demographische Entwicklung spielen eine große Rolle für die zukünftige Entwicklung des Handels.

Traditionshaus „Bruns Männermode“

Dem Thema angepasst, hat diesmal das Modehaus „Bruns Männermode“ in Oldenburg seine Räume für unsere Veranstaltung geöffnet. Die beiden Geschäftsführerinnen haben keine Mühen gescheut und für unsere knapp 100 Gäste eine tolle Veranstaltungsbühne im ersten Geschoß ihrer gerade neu renovierten Verkaufsräume geschaffen!

Außergewöhnliches Podium

Um 20 Uhr startete unsere von Anke Genius, NDR moderierte Podiumsdiskussion. Unsere Podiumsgäste:

  • Herrn Andreas Hoffmann, Geschäftsleiter Kemper´s Hamburg GmbH
  • Herrn Rolf Knetemann, Hauptgeschäftsführer der Einzelhandelverbandes Nordwest
  • Herrn Matthias Hunecke, 12sold GmbH, Oldenburg
  • Herrn Ralph Möller, Ikea Niederlassungsleiter Oldenburg

diskutierten offen über Pro und Kontra des Interneteinkaufs, des Verkaufs auf der grünen Wiese und der Innenstädte sowie den Einfluss, den die momentanen Entwicklungen auf den Einzelhandel in Innenstädten haben.

Interessante Aussagen

Nachfolgend einige sinngemäß wiedergegebene Aussagen der Podiumsteilnehmer und unserer Gäste zu den Punkten:

Ladenöffnungszeiten:

In Italien werden 60% der Wochenumsätze am Samstag und Sonntag generiert.

Das deutsche Verbraucherverhalten ist den langen Öffnungszeiten noch nicht angepasst. Abends stehen häufig Fernsehen und Familie auf der Agenda.

Längere Öffnungszeiten in der Innenstadt müssen einheitlich und verlässlich sein! Der Kunde wandert sonst leicht in die verlässlichen Center ab: „Da bekomme ich bis 20 Uhr auf jeden Fall alles“.

Aufgrund der in Deutschland vorhandenen Rahmenbedingungen, zum Beispiel mögliche Zuschläge bei Abend- und Wochenendarbeiten, ist die Durchsetzung der langen Ladenöffnungszeiten nicht so einfach, wie bei den europäischen Nachbarn.

Stadtbild:

Das Oldenburger Innenstadtbild ist nicht dublizierbar und hat großen Charme! Leider ist dies in den letzten Jahren aufgrund der anhaltenden Diskussionen scheinbar in Vergessenheit geraten und teilweise weggebrochen.

Warum nicht von anderen Städten Lernen – die guten Punkte adaptieren und die Fehler gar nicht erst machen?

Viele Kunden shoppen aufgrund der heutigen Mobilität in anderen (Groß-)Städten und projezieren ihre Erwartungshaltung auf unsere Innenstädte.

Oldenburg hat sehr gute Kundenfrequenzwerte im Innenstadtbereich. Spitzenreiter ist dort die Achternstraße.

Discounter/Factory Outlet/Grüne Wiese:

Wir haben momentan eine Discount und Geiz-ist-Geil Welle in Deutschland

Eine Ansiedlung von Factory Outlet Center ist bedenklich. Die Innenstadt muss gestärkt und nicht durch die Ansiedlung von innenstadtrelevanten Sortimenten auf der Grünen Wiese geschwächt werden.

Deutschland ist das Land mit den meisten Discountern

Gegen die Verödung in den Innenstädten ist Vorsorge zu treffen, das Thema muß nach oben auf die politische Agenda.

Erhebungen bei IKEA Osnabrück haben ergeben, dass gut 12% der Kunden mit ortsfremden Kennzeichen in die nahegelegende Innenstadt pendeln nach dem Einkauf. Bei geschätzten 1,8 Mio. Kunden in Oldenburg wären dies gut 180.000 Innenstadtbesucher pro Jahr.

Internet:

Das reale Einkaufsvergnügen können wir (noch) nicht bieten.

Shoppen ist rund um die Uhr 24 Stunden lang möglich, inklusive schneller Preisvergleiche, Kommentare und Bewertungen anderer Käufer.

Im Hinblick auf das Internet bzw. den Versandhandel wird es immer wichtiger für den stationären Handel bei den Kunden Begeisterung und Emotionen zu wecken.

Strategien:

Die Vielzahl der Akteure muß vernetzt werden. Die Akteuren sollten Kompromissbereit ein gemeinsames Konzept erstellen und umsetzen.

Das Stadtbild sollte strategischer gestaltet werden. Die Eigentümer und Immobilienvermieter in Innenstädten sollten weniger den kurzen Gewinn als vielmehr den strategischen Hauptnutzen im Auge behalten. Durch gemeinsame Strategien zur Vermietung und Ansiedlung von Händlern und Dienstleistern in einer Straße können die Immobilienwerte stabil gehalten werden bzw. sogar mittel- bis langfristig ansteigen.

Zwischen Ikea und der Oldenburger Innenstadt sollte ein Pendelverkehr eingerichtet werden.

Es ist wichtig Konzepte zu haben, diese konsequent und stringend umzusetzen und fortlaufend aufgrund von Kundenbeobachten und Markttendenzen zu überarbeiten.

Anschließend ging der Abend über in ein gemütliches Get-Together bei einem kleinem Imbiss und Getränken. Bis spät am Abend herrschte reger Austausch der Gäste mit den Referenten und untereinander.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen, den Podiumsteilnehmern, und unseren Gastgebern die durch ihr Erscheinen, Ihre Unterstützung, mit Ihren Ideen und Gedanken unsere Veranstaltung bereichert haben!

Energie- und Speichertechnologien der Zukunft

Am 11. Oktober 2006 fand unsere zweite gedankenPlatz-Veranstaltung zum Thema „Energie 2020“ statt

energie 2020Der gedankenPlatz durfte am 11. Oktober über 130 Teilnehmer im Museumsdorf Cloppenburg begrüßen.

Im rustikalen und unverwechselbaren Ambiente des „Dorfkrug im Museumsdorf Cloppenburg“ gab es wieder mal ein belebenden „gedankenPlatz“. Das bestimmende Thema dieser Zeit – Energie- und Speichertechnologien – wurde von unseren 6 Podiumsteilnehmern mit Ihren differenzierenden Motivationen mutig ausgeleuchtet.

Im gedankenPlatz haben die Podiums-Teilnehmer gezeigt, dass Energie ein Thema ist, was uns allen angeht. Energie ist ein ganz besonderer Stoff und ist unverzichtbare Ressource für unsere Wirtschaft. Eine wettbewerbsfähige Energieversorgung ist der Schlüsselfaktor für Produktivität, Wachstum, stabile Arbeitsplätze und wirksamen Umweltschutz.

Doch welche echten Alternativen kann es zur klassischen Energieerzeugung geben? Wie wird der Verbraucher, sei es als Unternehmen oder als Privatperson, sich in Zukunft verhalten müssen? Ist Biogas in Niedersachen förderungswürdig? Ist Russland ein verlässlicher Partner bei der Energieversorgung Mitteleuropas? Sind heutige Speichertechnologien in der Lage, große Leistungsschwankungen bei der Energieerzeugung auszugleichen? Was kann uns Storm in Zukunft kosten? Inwieweit ist die derzeitige Bundes-Energie-Politik kompatibel zur Vision der Globalisierung? Sind ehemalige Schwellenländer kalkulierbare Energieverbraucher oder ist der Weltenergiemarkt auf diese Situation langfristig nicht eingestellt?

Diese und mehr Fragen wurden auf unseren gedankenPlatz am 11. Oktober vor 130 Teilnehmer diskutiert. Die Qualität des Podiums machte sich nicht nur während der offiziellen Diskussion bemerkbar – sie strahlte auch ins nach gelagerte Get-Together aus.

Die Veranstaltung hinterlässt bei uns einen bleibenden Eindruck. Wir hoffen, dass sich alle Gäste wohl gefühlt haben.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, Sponsoren, fördernden Mitgliedern und ganz besonders beim Podium.

Unser Podium:

  • Werner Brinker, EWE AG Oldenburg.
  • Landrat Hans Eveslage, Landkreis Cloppenburg.
  • Heiner Bröring, Geschäftsführer H. Bröring. GmbH & Co. KG, Dinklage.
  • Christian Hellberg, Geschäftsführer DEEP (Underground Engineering GmbH).
  • -Ing Gerhard Schories, TTZ Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven.
  • Moderation: Klaus-Peter Jordan | Freier Wirtschaftsjournalist, Oldenburg

Erste gedankenPlatz-Veranstaltung

Metropolregion Bremen/Oldenburg im OLantis 26. April 2006

gedankenplatzRund 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn war es klar: Der erste Themenabend des gedankenPlatzes wird im OLantis stattfinden.

Dazu wurde die obere Galerie komplett für uns abgetrennt und die Balkontüren weit geöffnet. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung waren die Podiumsteilnehmer, die Sponsoren und fördernden Mitglieder zu einem kleinen Abendessen eingeladen um sich kennen zu lernen, eine positive Grundstimmung für eine interessante Podiumsdiskussion zu erzeugen und natürlich nicht zuletzt als kleines Dankeschön für ihre Unterstützung unseres ersten Themenabends!

Ab halb acht füllten sich Galerie und Veranstaltungsraum mit unseren Gästen, über 120 durften wir begrüßen. Hier und da wurde bereits ein wenig geplaudert und nebenbei den Schwimmern zugeschaut. Pünktlich um 20:00 Uhr starteten wir die kurze Vorstellung unseres gedankenPlatzes und die Podiumsdiskussion.

Gefreut haben wir uns über die Bereitschaft unserer Referenten den Abend nicht als Plattform für ihre Einzelinteressen zu benutzen sondern sich wirklich konstruktiv mit dem Thema „Potentiale des Wirtschaftsstandortes Nordwest“ auseinander zu setzen.

Das einleitende Zitat „Die Wirtschaft besteht zur Hälfte aus Psychologie“ gestaltete den Abend. Gemeinsamer Tenor aller Referenten in Bezug auf die wirtschaftlichen Potentiale in der Region Nordwest war dann auch: Alle geplanten Vorhaben – Weiterentwicklungen zur Metropolregion Bremen/Oldenburg, Bau der A22 und des Jades-Weser-Ports – tragen wesentlich dazu bei, die positive Grundstimmung und die eigene Wahrnehmung des Nordwesten als starke, selbstbewusste Region zu prägen und voranzutreiben.

Nachfolgend einige sinngemäß wiedergegebene Statements der Podiumsteilnehmer:

Jörg Bensberg:

  • Es passiert sehr viel – auch wenn der Bürger auf der Strasse nicht wirklich klar erkennen wird, was z. B. eine A22 für ihn persönlich gebracht hat.
  • A22 – Kritische Stimmen finden Beachtung. Jedoch sollte unbedingt Kompromissbereitschaft herrschen im Sinne aller. Straßen und Wege waren bereits in der Geschichte immer „Lebensadern“, die für florierende Geschäfte in den „auf dem Weg liegenden“ Gebieten gesorgt haben.
  • Mit etwas Glück ab 2011 der erste Spatenstich für die A22.
  • Alle Aktivitäten sorgen für Aufbruchstimmung in der gesamten Region.
  • Die Region sollte an Selbstbewusstsein gewinnen denn: „“Wir sind wer. Wir trauen uns nur nicht, darüber zu reden.“
  • Die norddeutsche Bescheidenheit ablegen und selbstbewusst auftreten!
  • Die teilregionalen Machtkämpfe auf Ebene der Kommunen sind kaum noch existent. Die Teilregionen rücken zusammen. Es ist eher ein Miteinander, man versteht sich als freundschaftliche Mitbewerber.

Dietmar Schütz:

  • Oldenburg wird sich in der Metropolregion als starker Standort positionieren und sieht sich auf gleicher Augenhöhe mit Bremen
  • Die Metropolregion Bremen/Oldenburg ist die konsequente Fortführung der bisherigen teilregionalen Aktivitäten.
  • Die Metropolregion Bremen-Oldenburg und Weser-Ems auf der anderen Seite darf man nicht als Gegensatz, sondern sollte man als Ergänzung zueinander begreifen. Ohne die Bündelung unserer Kräfte mit dem Raum Bremen wird unsere Region nicht richtig aufgestellt sein.
  • Weser-Ems ist stark in den Oberzentren Wilhelmshaven mit dem Jade-Weser-Port und dem Oberzentrum Oldenburg als Universitäts- und Hochschul- sowie bedeutender Energie- und IT-Standort.

Emanuel Schiffer:

  • Eurogate ist Betreiber vieler Häfen u. a. Bremen, Hamburg und Bremerhaven. Die Verwaltung der Häfen (welche Schiffe laden wo ab und zu) läuft nach strikten Regeln der Wirtschaftlichkeit.
  • Der Hafen soll für den Tourismus förderlich sein und den Touristen als Ziel geöffnet werden. Nach dem erfolgreichen Prinzip der Meyer Werft in Papenburg sind z.B. geführte Touren und Aussichtsplattformen angedacht.
  • Der Jade-Weser-Port bedeutet mit Sicherheit einen Wachstumsschub für die Region um Wilhelmshaven, unter anderem auch durch die Ansiedlung ergänzender Unternehmungen.
  • 1000 Arbeitsplätze entstehen allein im reinen Hafenbetrieb. Erfahrungen aus den anderen Häfen haben uns gezeigt, dass mit weiteren zusätzlichen 2000 Arbeitsplätzen zu rechnen ist.

Ewald Drebing

  • Die Ernährungsbranche Oldenburg Münsterland hat sich positioniert um in der Metropolregion die Wahrnehmung zu verstärken.
  • Das Oldenburger Münsterland profitiert ebenso wie die gesamte Region von der positiven Grundstimmung und dem Ausbau der Verkehrsstrassen.
  • Nur durch Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft lassen sich konsequente Weiter- und Neuentwicklungen vorantreiben.
  • Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde die übergeleitet wurde in ein gemütliches Get-Together auf der OLantis Galerie und dem Balkon.

Bis spät am Abend herrschte reger Austausch der Gäste mit den Referenten und untereinander! Ganz nebenbei konnte noch einigen Wasserballspielern zugeschaut werden.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen, die durch ihr Erscheinen, mit Ihren Ideen und Gedanken unsere Veranstaltung bereichert haben.

Es war uns wichtig einen neutralen Raum zu bieten, um Platz für unterschiedliche, unabhängige Gedanken zu schaffen. Wir hoffen, dies ist uns gelungen.